Biografie

„Hohe Klangkultur“

 

crescendo
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Tango und Klassik. Für den Pianisten Martin Klett sind solche Kontrastwelten kein Widerspruch. Nur die Spiellust zählt für den 1987 in Hamburg geborenen Musiker, der klassische Klavierkonzerte mit Orchester mit gleicher Hingabe und Vollendung spielt wie jazzig gefärbte Rezitale mit Duopartner Sebastian Manz. Sowohl solistisch als auch kammermusikalisch zeichnet sich Martin Klett in seinen Konzerten neben seiner spürbaren Spielfreude durch große Offenheit aus.

 

Der Schwerpunkt von Martin Kletts solistischem Repertoire liegt vor allem auf der Wiener Klassik und der Deutschen Romantik sowie auf den Klavierkonzerten von Ravel und Shostakovich. Einen besonderen Bezug hat Martin Klett zur Musik Johann Sebastian Bachs und dessen Zeitgenossen. Er erfreut sich einer facettenreichen Tätigkeit als Konzertpianist im Rahmen internationaler Festivals in Europa und darüber hinaus und musiziert mit ARD- und ECHO-Preisträgern sowie den Konzertmeistern renommierter Orchester. Momentan erweitert er sein Spektrum um das Cembalo.

 

Seine Begeisterung für das Tangotanzen brachte Martin Klett darüber hinaus schon früh tiefen Einblick in die Musik des immateriellen Weltkulturerbes, die heute immer wieder in seine Konzertprogramme und Aufnahmen einfließt. Mit dem 2008 von ihm gegrün- deten Cuarteto SolTango hat er sich bereits als 20-jähriger seinen großen Traum erfüllt und mischt seitdem die Spielpläne von Kammermusikreihen und Kultursendern auf.

 

Nicht nur seine Konzertprogramme bilden Martin Kletts musikalische Vielfalt ab, sondern auch die Diskographie des Pianisten, welche 2019 mit der Veröffentlichung von „Lamento“ bereits zehn Alben umfasste – davon zwei solistische Alben, fünf Kammer- musikeinspielungen und drei Alben mit dem Cuarteto SolTango. Ein viertes Album mit seinem Cuarteto SolTango hat Martin Klett im Sommer 2020 beim Bayerischen Rundfunk eingespielt. An seiner Rachmaninoff-Einspielung würdigt die Presse das „kultiviert temperamentvolle Spiel“ (Crescendo) und seine „geschmeidige Technik“ (Piano News), bei reinen Tangoprogrammen mit dem Cuarteto SolTango seine „Leidenschaft, Freiheit und Präzision“ (Rheinpfalz).

 

In der aktuellen Spielzeit debütiert Martin Klett unter anderem mit
dem Niedersächsischen Staatsorchester Hannover und in der Philharmonie Luxembourg. Kammermusikalisch wird sich Martin Klett zum 200. Geburtstag von César Franck im Jahr 2022 zusammen mit dem Armida Quartett dem Klavierquintett des Komponisten widmen und einen Fokus auf das Repertoire für diese Besetzung legen. Neben diesen kammermusikalischen Projekten wird er sich vermehrt auf seine solistische Karriere konzentrieren.